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Trade Republic - Wiedereröffnung nach freiwilliger Kontokündigung ermöglichen – Wer ist ebenfalls betroffen?

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War schon mal da
Hallo zusammen,

ich möchte das Thema einmal zur Diskussion stellen und würde gerne wissen, ob es noch viele weitere Betroffene gibt.

Ich habe mein Trade-Republic-Depot vor über fünf Jahren freiwillig gekündigt. Damals war mir nicht bewusst, dass diese Entscheidung endgültig sein würde und eine spätere Rückkehr dauerhaft ausgeschlossen ist. Hätte ich das gewusst, hätte ich das Depot vermutlich einfach ruhen lassen.

Seitdem hat sich Trade Republic aus meiner Sicht erheblich weiterentwickelt:

- Der Handel ist heute direkt über viele Börsenplätze möglich. Damals war der Handel im Wesentlichen auf L&S beschränkt.
- Es gibt inzwischen eine vollwertige/semi-professionelle Web-Plattform für den Handel am PC. Früher war Trade Republic ausschließlich als Smartphone-App nutzbar.
- Das Produktangebot wurde deutlich erweitert (u. a. Girokonto, Karte, Zinsen, Anleihen), wodurch Trade Republic heute für viele Anleger wesentlich attraktiver ist als noch vor einigen Jahren.
- Auch die technischen Möglichkeiten und der Funktionsumfang haben sich stark verändert.

Ich habe inzwischen bereits versucht, über den Support eine "Wiedereröffnung aus Kulanz" zu erreichen. Leider wurde dies mit dem Hinweis auf die Unternehmensrichtlinien abgelehnt.

Ich kann nachvollziehen, dass Trade Republic problematische oder gekündigte Kunden nicht erneut aufnehmen möchte. In meinem Fall erfolgte die Kündigung jedoch "freiwillig", es gab nie offene Forderungen, Compliance-Probleme oder sonstige Auffälligkeiten.

Daher würde ich mir wünschen, dass Trade Republic seine Richtlinie überdenkt und beispielsweise eine der folgenden Möglichkeiten schafft:

- Wiedereröffnung nach einer freiwilligen Kündigung nach einer gewissen Wartezeit, z. B. 5 Jahre.
- Einzelfallprüfung durch den Support.
- Eine einmalige Möglichkeit zur Neueröffnung für ehemalige Kunden mit unauffälliger Kontohistorie.

Mich würde interessieren:

- Gibt es hier weitere ehemalige Kunden, die aus demselben Grund nicht zurückkehren können?
- Habt ihr ebenfalls erfolglos versucht, ein neues Depot zu eröffnen?
- Würdet ihr eine gemeinsame Petition oder einen offenen Brief an Trade Republic unterstützen, um eine Änderung dieser Richtlinie anzuregen?

Ich denke, dass eine freiwillige Kündigung vor vielen Jahren nicht zwangsläufig zu einem lebenslangen Ausschluss führen sollte – insbesondere dann nicht, wenn sich das Angebot des Unternehmens inzwischen grundlegend verändert hat.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Meinungen.
 
Ich habe auch diverse andere Broker, aber jeder hat so seine gewissen Vorteile in bestimmten Bereichen. Ähnlich wie es keine perfekte Kreditkarte für jeden gibt. Ich würde daher gerne wieder ein Depot bei TR eröffnen können und bestimmte Sachen dort handeln bzw. Services nutzen.
 
Das ganze hat neben der unternehmerischen Richtlinie, auch einen rechtlichen Hintergrund:

Aufbewahrungspflichten: Nach § 8 GwG und der Abgabenordnung (AO) sind Banken verpflichtet, die Identifikationsdaten sowie Transaktionsdaten von Kunden bis zu 10 Jahre nach dem Ende der Geschäftsbeziehung aufzubewahren. Um das rechtlich konform durchzuführen, werden die Konten eben für diese Zeit gesperrt. Ist imho aber auch bei anderen Neobrokern so.

Zusätzlich ist das Onboarding eines Kunden mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Wenn nun Kunden das Konto hopping betreiben um regelmässig irgendwelche Boni beim Wechsel abzugreifen, dann wird es teuer. Dementsprechend "erziehen" die Unternehmen ihre Kunden halt. Du darfst gerne Wechseln/gehen, aber bedenke das es für uns ein Abschied für immer ist.
 
Ich spreche doch nicht von Aufbewahrungsfristen. Ob und wie lange Daten gespeichert werden müssen hat doch damit nichts zu tun. Das müssen alle Banken identisch -> Bafin Auflagen. Es hat doch auch keinen rechtlichen Hintergrund ob man ein neues Konto eröffnen kann. Das liegt rein am Willen des Unternehmens, also TR.
 
Ein Beispiel aus dem alltäglichen praktischen Leben:
Ich war mal bei den Dakota-Indianern bei einer Schwitzhüttenzeremonie.
Es fängt gemütlich an, doch in der Hütte, wo man noch nicht einmal die Hand vor Augen sieht, wird es brutal heiß.
Nebenbei wird gesungen und getrommelt.

Es gab folgende Vereinbarung:
Wenn man es nicht mehr aushält, kann man jederzeit - ohne Angaben von Gründen - die Schwitzhütte verlassen.
Man darf aber nicht wieder hineinkommen.

Also: Einmal raus, immer raus.

Auch wenn es der unternehmerische Willen ist:
Ja, so ist das halt. Das Leben ist kein Ponyhof.
Eine Kündigung ist letztendlich auch so etwas wie ein Vertrauensbruch.
 
Ich denke das Thema kann geschlossen werden. TR hat diese Richtlinie und ich denke nicht, das sie gewillt sind, auch nicht mit einer teuren Einzelfallprüfung, dieses zu ändern.

Neben Trade Republic ist das auch das übliche Vorgehen bei: Scalable Capital, Revolut, finanzen.net zero, Traders Place und Bux.

Bei den Brokern: Smartbroker+ und JustTRADE ist zwar keine automatische Reaktivierung möglich, jedoch kann man es versuchen über den Kundensupport wieder freischalten zu lassen. Das scheint aber nicht in allen Fällen zu gelingen.
 
Ich denke, das Thema kann geöffnet bleiben, da sich der Status im Laufe der Zeit ändern kann, oder andere Nutzende über ihre Erfahrungen berichten möchten.
 
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