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Finanzierung Hebel Produkte

Juerbo

War schon mal da
Hallo zusammen, da ich noch relativ neu an der Börse bin,bittte ich um etwas Nachsicht. Ich hätte mal eine Frage zu den Derivaten: Wie ein Zertifikat,Optionsschein auch mit Hebel in der Praxis funktioniert,ist mir eigentlich so grob bekannt. Was ich nicht so nachvollziehen kann,ist eine grundlegende Frage zur Finanzierung eines solchen Derivats. Dieses richtet sich nach einem Basiswert z.B einer Aktie,das ist klar.Jetzt nur als Beispiel:Wenn ich mir nun aber mehrere z.B. Knock Outs mit einem hohen Hebel z.B. 10er kaufe,zahle ich eigentlich nur den "kleinsten Teil" bei der Finanzierung.Der größere Teil ist doch eine Art Kredit vom Emittenten oder? Ich und (vielleicht auch der Emittent) machen bei einem positiven Kursanstieg bei anschließendem Verkauf natürlich Profit,das ist soweit Klar.Wenn nun aber das Derivat ausgeknockt wird,was ist dann eigentlich mit der Finanzierungssumme vom Emittenten,die ja viel größer ist als meine? Ist die dann auch weg,oder bekommt er diese wieder zurück und von wem? Klar das mein komplett eingesetztes Kapital bei einem Knock Out weg ist,aber die bereitgestellte Summe vom Emittenten?Mir ist schon klar,dass dies ein Wertpapier zum Spekulieren ist und nicht physisch Aktien usw gekauft werden,aber der Emittent stellt mir doch sozusagen sein Geld zur Verfügung,wobei ich im günstigen Fall positiv nicht unerheblich profitieren kann.Bei einem Zerfall des Produkts ist da dann nur mein eingesetztes Geld weg,oder auch vom Emittenten? Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Vielen Dank im voraus. Schöne Grüße
 

t.klebi

Stammuser
aber der Emittent stellt mir doch sozusagen sein Geld zur Verfügung,wobei ich im günstigen Fall positiv nicht unerheblich profitieren kann.
Vergleiche es doch einfach mal mit Roulette.
Emittent des Zertifikats = Bank
Käufer des Zertifikats= Spieler

Wenn es gut läuft, kann der Spieler ein großes Vermögen mit nach Hause nehmen.
Wenn es extrem gut läuft, wird die Bank gesprengt und nichts geht mehr (= Emittentenrisiko bei Zertifikaten).
Statistisch gesehen, gewinnt aber immer die Bank (bzw. der Emittent), denn sowohl Roulette also auch solche Zertifikate sind so ausgestaltet, dass nach dem Gesetz der großen Zahlen Bank/Emittent gewinnen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Juerbo

War schon mal da
Vielen Dank für deine Antwort.
Zertifikate, Optionsscheine usw sind schon Zockerei wie beim Roulette.
Aber im Casino kaufe ich doch die Chips allein mit meinem Geld und
gewinne oder verliere, je nach Risikobereitschaft auch überproportional. Aber z.B bei einem KO Zertifikat mit Hebel, wird doch auch genau dieser Hebel mit Fremdkapital des Emittenten finanziert oder nicht?
Und genau dieses Fremdkapital,was passiert damit z.B. bei einem Knockout des Papiers?Verliert dieses dann der Emittent und ich habe ihm gegenüber Schulden oder bekommt er es wieder zurück?Mein eigenes eingesetztes Kapital ist weg, das ist klar. Oder mache ich gerade einen Denkfehler?
Viele Grüße
 

t.klebi

Stammuser
Verliert dieses dann der Emittent und ich habe ihm gegenüber Schulden oder bekommt er es wieder zurück?Mein eigenes eingesetztes Kapital ist weg, das ist klar. Oder mache ich gerade einen Denkfehler?

Ich glaube ich verstehe jetzt deinen Denkfehler.

Mit so einem Zertifikat erwirbst du NIEMALS die zugrunde liegende Aktie. Die Aktie erwirbt der Emittent des Zertifikates. Und die Aktie bleibt auch bei ihm.

Du erwirbst mit dem Zertifikat nur einen Gutschein für kleines Geld. Mit diesem Gutschein partizipierst du nach Eintritt bestimmter Bedingungen an den Wertveränderungen (!) der Aktie, nachdem diese durch den Emittenten erworben wurde. Treten die Bedingungen nicht ein, verfällt dein Gutschein (dein Zertifikat). Wenn hingegen die richtigen Bedingungen eintreffen, hast mit deinem Gutschein für kleines Geld, im Zweifel ein Mehrfaches deines Einsatzes erwirtschaftet. Die eigentliche Aktie bleibt aber in jedem Fall weiterhin beim Emittenten.

Du kannst es mit dem Jeton im Roulette vergleichen. Sobald der Jeton auf dem Tisch liegt, verliert er seinen Wert und ist er nur noch eine Gewinnchance. Kommt die richtige Zahl ist er mit einem Mal sogar das 35fache des ursprünglichen Einsatzes wert.
 

Juerbo

War schon mal da
...danke für die ausführliche Erklärung,
das einzige, was mir jetzt immer noch nicht so klar ist, die Finanzierung des Hebels.Wie dieser funktioniert ist mir plausibel. Aber je höher der Hebel doch ist je mehr Kapital steuert der Emittent zu.Wie sichert er sich diesbezüglich ab bzw wie verdient er daran. Wenn das Zertifikat z.B. ausgeknockt wird, ist doch dieses Kapital, was er mir "geliehen " hat, doch nicht weg oder?
 

t.klebi

Stammuser
Aber je höher der Hebel doch ist je mehr Kapital steuert der Emittent zu.
Wie kommst du darauf?
Der Emittent kauft doch die eigentliche Aktie (oder tätigt zum shorten zumindest entsprechende Leerverkäufe). Dein potentieller Gewinn stammt nur aus den Wertsteigerungen aus ebendieser Aktie des Emittenten.

Im Gegensatz zu dir besitzt der Emittent nicht nur den Gutschein auf eine potentielle Gewinnbeteiligung, sondern eben auch den wirklichen Wertgegenstand dessen Wert sich real änderte.

Je höher der Hebel, desto höher die erforderliche Wertsteigerung der Aktie ABER desto unwahrscheinlicher ist eben auch der Eintritt des Ereignisses.
 

Juerbo

War schon mal da
Okay ,d.h. dass ich maximal mein eingesetztes Kapital für diesen Trade bei einem Verfall des Zertifikats oder Optionsscheins verlieren kann, egal wie hoch der gewählte Hebel bzw Faktor war?
 

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